Tuesday, 28 October 2014

Der große Kinderflohmarkt!

Wer schon länger MyMischMasch liest weiß, daß ich ein großer Fan von Kinderflohmärkten bin. Die Nachhaltigkeit, die Chance das elterliche, schon vorgestresste Budget zu schonen, die Sicherheit, daß alle Giftstoffe aus den Stoffen herausgewaschen sind, die Auswahl und vieles andere haben mich komplett überzeugt.

Bis auf einen Kinderflohmarkt. Den haben wir an einem Wochenende vor kurzem besucht und der schlug wirklich dem Fass den Boden aus.

Angefangen hat das Ganze harmlos, indem wir einer Bekannten, die die letzten zwei tollen Märkte (in der VHS Othmarschen und der Lisztstrasse) leider verpaßt hatte, versprochen hatten, daß wir uns auf diesen Markt treffen. Vielversprechend war auch, daß der Markt im Elbe Einkaufszentrum stattfand, also vom Wetter geschützt, was im Norden Deutschlands um die Jahreszeit eine gute Idee ist.

Parken konnten wir auch umsonst, da es Sonntag war. Mistrauisch hätte ich allerdings schon werden sollen, als sich in der Abbiegespur zu dem Parkhaus schon eine Autoschlange bildete.

Etwas besorgt wurde ich, als wir zum dritten und letzten Level des Parkhauses hinauffahren mußten, um einen Parkplatz zu finden.

Aus allen Wolken bin ich gefallen, als wir am Eingang eine Schlange von mindestens 50 Leuten entdeckten. Und das in Deutschland, wo das Kampfkneuel doch wesentlich beliebter ist - ähnlich wie in Österreich - als das geordnete Anstellen, das die Engländer so perfekt beherrschen. Auch beim zweiten Eingang, den wir fanden, mengten sich die Menschen. Diesmal im Kampfkneuel und so eng in Eingangsbereich gequetscht, daß man nicht eintreten konnte, ohne der Gefahr entgegenzusehen, zwischen der Menge und der Drehtür zerrieben zu werden.

Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat dann die Entdeckung, daß wir Eintritt bezahlen mußten! 

Jetzt waren wir nun schon so weit gekommen und wollten die Bekannte nicht enttäuschen, also gingen wir hinein. Immerhin war die Neugier mittlerweile gestiegen, was denn hier angeboten wurde, daß sich die Massen dermaßen hineindrängten. Gold? Designerteile für 1-2 Euro? Kleidung, die man sonst nicht am Flohmarkt fand?

Die Dame, die mir, nach bezahltem Eintritt, ein Bändchen um den Arm machte, meinte trocken auf meine Nachfrage: 'Kinderkleidung, nicht mehr, und nicht weniger als Kindersachen.'

Dem war es dann auch so. Wie erwartet bei einem Standpreis von 30 Euro, waren auch einige Läden dabei, aber nichts, was unser Interesse weckte. Mich persönlich würde die Investition abschrecken, als Privatperson, aber vielleicht machte die Menschenmenge das Wiederreinholen der Standkosten einfacher.

Eins muß man sagen: der Markt war riesengroß. Der Ganze untere Bereich des Einkaufszentrums war voll, so wie ein Drittel des oberen Stockwerkes. Bei mir setzte schon nach kurzer Zeit Übersättigung ein, sodaß es mir auch schwer viel, ordentlich anzuschauen, was angeboten wurde. Dort, wo wir geschaut haben, gab es Schönes so wie Schauriges. 

Die Dame, die für eine gebrauchte Hose immer noch 15 Euro haben wollte, haben wir stehen lassen. Den süßen Kapuzzenpulli in einem Blauton, der Baby's Augen super unterstreicht, haben wir mitgenommen. Schließlich haben wir noch einen Spielanzug und ein T-shirt gefunden an Ständen, die auch einem Flohmarkt angemessene Preise verlangt haben.

Nachdem wir uns einmal durchgewälzt hatten, einige Herrschaften darauf hingewiesen haben, daß der Kinderwagen sich nicht in Luft auflöst, auch wenn sie es sich noch so sehr wünschen, waren wir alle drei fertig. Glücklicher Weise waren die Organisatoren wenigstens so umsichtig, daß ein paar der Restaurants im Einkaufszentrum geöffnet waren, damit man sich dazwischen auch kurz ausruhen konnte. Das Publikum allerdings empfanden wir als etwas weniger angenehm als bei anderen Flohmärkten. Klar, man hat immer ein paar Herrschaften, die glauben, daß wenn sie den Markt nicht schon vor Eröffnung stürmen, alle "guten Sachen" weg sind - auch wenn es statistisch und realistisch unmöglich ist, daß Alle das Gleiche suchen, wie die Stürmer - aber hier war dieses Phänomen nicht auf den Anfang des Marktes und nicht auf ein paar Leute limitiert. Unsere Bekannte, eine Hamburgerin, meinte nur 'Elbvororte' und verzog etwas das Gesicht.

Unser Fazit: unsere Bekannte hat glücklicher Weise gute Sachen gefunden - für Mädchen scheint ja immer mehr da  zu sein als für Jungs - und wir fanden auch ein paar nette Teile, aber wir haben den Markt das erste und das letzte Mal besucht. Wir bleiben lieber bei unseren kleineren, lokalen Märkten. Die machen mehr Spaß!

PS: This post is about, in our view, which second hand market for kids items its best to avoid, unless you like rude crowds.

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