Friday, 18 July 2014

Eröffnung IKEA Altona


Pst, erzählt es nicht den hohen Tieren, aber wir durften schon vorher in den ersten 'inner city' IKEA in Altona (Vielleicht haben die ja keine IKEA Family card?). Ist ja quasi bei uns um die Ecke und nachdem wir für das pre-opening eingeladen wurden, wollten wir uns mal selbst anschauen, worüber schon so lange so viele reden, schreiben, sinnieren, 
diskutieren. 



Ich schicke voraus: wir finden dies eine gute Entwicklung für dieses Fleckchen Altona, gerade weil das Karstadtgebäude nicht erhalten wurde seitens der damaligen Besitzer und so im Laufe der Jahre der Gegend leider keinen Gefallen getan hat (die Frappant e.V. ist glücklicher Weise, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten, in neue Räumlichkeiten umgezogen). Schwierig ist natürlich immer, daß Schritte wie der Bau dieses VorzeigeIKEAS eine sogenannte 'Gentrifizierung' mit sich ziehen, die die Mieten und Wohnungspreise in die Höhe schnellen lassen, was nicht so wünschenswert ist. Man kann allerdings auch nicht verleugnen, daß diese Entwicklung viel Investition in dieser Ecke mit sich gebracht hat, die es sonst nicht gegeben hätte. Der Komplex neben IKEA wurde grundsaniert, eine Menge neue Geschäfte sind in eine Straße gezogen, in der man sie sich vorher kaum vorstellen konnte. Allein Claus Kröger Kaffee und Süßwaren hielt dort standhaft seine Position. Mittlerweile findet man dort schöne Kaffees wir Klipp Kroog (leider viel zu oft voll), süße Nähbedarfläden wir Frau Tulpe, das Makers Hub und vieles andere. Auch die hässlichen Hochbauten (geschätzt ~ Mitte letztes Jahrhundert), die zum großen Teil leer stehen, werden erneuert. 

Wir sind auch keine IKEA Gegner. Unsere Wohnung ist in einem für uns angenehmen Mischverhältnis zwischen IKEA und alten Möbeln aus dem späten 19. Jahrhundert eingerichtet, viel in hellen Farben und für die, die es gerne monoton haben, wahrscheinlich ein bißchen bunt. 

Wer also hier eine negative Hasstirade erwartet hat, ist wahrscheinlich woanders besser aufgehoben. 

Jetzt endlich zu der brennenden Frage: Wie war es denn? 

Also, wir Kind und Kegel zusammengepackt, haben uns auf den Weg gemacht, um uns unsere eigene Meinung zu bilden. 

Ich muß sagen, wir waren angenehm überrascht. Der Bau hatte ja eine ganze Weile gebraucht (Baustopp 2011, 2012 und Eilantrag der Nachbarschaft in 2013, unter anderem) und diesen Teil der Großen Bergstraße ziemlich schwer passierbar gemacht und nun ist er endlich fertig. Und sieht nicht wie eine vorgefertigte Wellblechhütte aus. Das ist schon mal gut. 


Schön war natürlich auch, daß nicht so viele Leute da waren, was bei einem Möbelgeschäft immer ein Vorteil ist. Es gibt 3 Stockwerke Ausstellung (inklusive EG) und das SB Lager ganz oben. Hut ab dem Architekten, der entschieden hat entgegen allgemeiner Praxis den schwersten Teil des Gebäudes oben zu realisieren. 

Ich zähle Euch jetzt nicht auf, was überall zu finden ist, das würde zu lange brauchen, aber hier sind meine Highlights:




  • der PS Bereich im EG - haben wollen! Am besten alles (außer dem Metallkäfigschrank, den versteh ich nicht so ganz; muß ich meine Kleidung dann auch entstauben, wenn sie da drin gelagert wird?), und vor allem den Schreibtisch und den total schönen und leider nicht leicht zu platzierenden, noch besonders effektiven, aber sooooo schönen Eckschrank in lachs. Die Lampe hat es Göttergatte besonders angetan, sie kommt seiner Liebe zu Sci-Fi entgegen. Selbst für nicht-Sci-Fi Fans ist sie ziemlich cool.




  • der Treppen- und Rolltreppenaufgang: schön hell, gut dekoriert (Naja, was erwartet man denn anderes. Ist ja ihr Job.)  und mit separater 'Rolltreppe' für den Einkaufswagen. 




  • der helle, große Essbereich




  • die Kooperationen mit den Läden und Firmen in der Großen Bergstraße, im Laden und in der Werbung
  • die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittlen (oder Öffis, wie man bei uns in Ösiland sagt) ist super leicht. Wer sich Sorgen um den Transport nach Hause Gedankten macht, kann die vielfältigen Möglichkeiten, die speziell für diesen IKEA eingeführt wurden, nutzen: mietbare Sackkarren, Fahrradanhänger, Fahrradkurier..... 
  • und der Sekt war natürlich auch nicht schlecht. 



Eine kleine Schwierigkeit hatten wir, und zwar beim Benutzen des Aufzugs. Es sind zwar in allen Aufzügen alle Stockwerke angegeben, jedoch fahren nicht alle jedes an. Da brachte es mir auch nicht viel, in einem Lift mehrmals die 1 zu Drücken, der nur den 2. Stock und aufwärts bediente. Glücklicher Weise wurde ich - und der Rest der Aufzuginsassen - von einem Mitarbeiter gerettet. Sie konnten weiterfahren und mir wurde der Lift Richtung ersten Stock gezeigt. Das könnte man sicher noch besser beschildern. 

Damit sind wir am Ende unseres Berichtes. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken und viel Erfolg Allen in der Nachbarschaft! 

PS: This article is about the pre-opening of the first inner city IKEA in Altona, Hamburg and our thoughts on it.

5 comments:

  1. Schon wieder so ein upbeat, lustig und informatives Blog: ganz toll, Cary!

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  2. Ich finde die Lampe auch urcool

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  3. Cool, danke! Ich arbeite auch in einem Ikea und habe dort Fotos von dem neuen Haus gesehen... scheint wirklich etwas ganz anderes zu sein! Danke für diesen Einblick!

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  4. Hi!
    Das freut mich! Danke für Dein liebes Kommentar und weiter viel Spaß beim Lesen!
    Beste Grüße,
    Cary

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